Donnerstag, 27. Dezember 2012

Veihnachten

Schön war's am Weihnachtsabend bei den Schwiegereltern. Zusammen mit deren Sohn durfte ich den Kochlöffel schwingen - in deren Küche, wohlgemerkt. Als Apéro-Snack tischten wir Crackers mit Tomaten-Soya-Aufstrich, dazu einen rezenten veganen Käse (auf Basis von Reismehl und Kartoffelstärke) und Aufschnitt auf. Hauptgang: Gyros und Tzatziki, Panna Coco zum Nachtisch. Komplett alles vegano natürlich. Das Gyros aus Sojaklössen fand man eher gewöhnungsbedürftig, Tzatziki, Apéro und Dessert vermochten zu begeistern. Es war ganz famos.

Rezept aus "Das Vegane Kochbuch", von Sandra Forster

Gute Gespräche den ganzen Abend lang. Offenheit, Interesse. Viele Fragen. Wo bekommt ihr Eiweiss her? Wieso macht ihr das überhaupt, was bringt das? Ist das nicht eher ein Wohlstandsproblem, sich über sowas Gedanken zu machen? Wo liegt denn das Problem beim Fisch? Und oh, Honig auch nicht? Aber ist das nicht natürlich, dass die Bienen Honig liefern? Gehört Bio und vegan zusammen?

Ich fühlte mich im Element und gab nach Herzenslust und bestem Wissen und Gewissen Antwort, unterstützt vom Liebsten. Viele der gestellten Fragen waren schon gute Bekannte, aber immer mit ernstgemeinten Überlegungen verknüpft, so dass eine tolle Diskussion in Gange kam. Da Fragen ohne Antworten manchmal doof sind, hier kurz ein Statement zu Eiweiss, da dies bei vielen Leuten oft die erste Frage ist. Fisch, Honig und Philosophisches ein ander Mal. Also:
  • Pflanzliches Eiweiss steckt in Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen. Und natürlich in Sojabohnen und daher auch in Produkten aus Soja: Sojamilch, Sojajoghurt, Sojageschnetzeltes, Tofu, Tempeh (fermentiertes Sojaprodukt).
  • Grundsätzlich steckt in allen Lebensmitteln mehr oder weniger Eiweiss drin, man muss sich also etwas anstrengen, um nicht oder in zu geringem Ausmass zu Eiweiss zu kommen
  • Ich lehne mich jetzt etwas übers Fenstersims, denn ich bin keine Ärztin. Es gibt Studien, die sagen, dass (zu viel) tierisches Eiweiss gar nicht so toll ist. Eine Vielzahl solcher Studien finden sich zusammengefasst in der "China Study", einem Buch des Ernährungswissenschaftlers T. Colin Campell. Untertitel: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise

Der Schwiegervater und der Schwager steckten am späten Abend ihre Köpfe in die mitgebrachte Info-Broschüre "ProVegan". Darin finden sich kurz und knapp vor allem gesundheitliche Argumente für das vegane Leben. Die Frauen schauten eher in die Kochbücher, interessierten sich für Rezepte.

Meine Freude, wieder einen kleinen Sämen für die vegane Lebensweise gesät zu haben, war riesig, und ich werde den Abend in guter Erinnerung behalten. Ich hoffe, ich habe dabei nicht mit zuviel Eifer gequatscht und alle überfordert... :o)

Liebe Grüsse und bis zum nächsten Mal mit einem Bericht über einen Event auf den Strassen Zürichs!









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